Klarheit verschwindet nicht - sie geht unter.
- LUX N LEADS

- vor 2 Tagen
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Viele Unternehmen verlieren Wirkung nicht durch schlechtes Marketing. Sie verlieren sie, weil zu viele Entscheidungen im Marketing nebenbei getroffen werden.
Wenn Kommunikation gleichzeitig aus der Führung heraus und parallel in Fachbereichen gesteuert wird, entsteht selten ein klarer Auftritt. Nicht aus böser Absicht, sondern weil jede Perspektive ergänzt, relativiert oder abschwächt. Was bleibt, ist Wildwuchs: unterschiedliche Tonalitäten, wechselnde Aussagen, inkonsistente Botschaften. Alle meinen es gut – und am Ende spricht das Unternehmen mit mehreren Stimmen gleichzeitig.
Das Problem ist nicht fehlendes Engagement. Das Problem ist fehlende Sprache.
Viele Unternehmen haben nie eine eigene, klare Kommunikationssprache etabliert. Sie wissen nicht, wie sie klingen wollen. Nicht, weil sie es nicht könnten, sondern weil Sprache nie als das verstanden wurde, was sie ist: eine strategische Disziplin. Keine Geschmacksfrage. Kein reines Marketingthema. Sondern eine Führungsentscheidung.
Die Folgen sind weitreichend. Kompetenz wird nicht falsch dargestellt, sondern nicht erkannt. Inhalte werden erklärt, statt geführt zu werden. Kommunikation wird lauter, aber nicht klarer.
Je mehr Orientierung verloren geht, desto hektischer wird gesendet – ohne Wirkung. Die Botschaft geht unter.
Das Gefährliche daran: Dieser Schaden ist nicht messbar. Es gibt keine Fehlermeldung, keine Kennzahl, die Alarm schlägt. Man merkt nur, dass Dinge schwerer werden, länger dauern, weniger greifen.
Marke entsteht nicht dort, wo etwas gesagt wird.Sondern dort, wo klar ist, wie und warum etwas gesagt wird.
Unternehmen, die ihre Sprache nicht bewusst führen, überlassen ihre Wirkung dem Zufall.







